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Neue Stadt, neue Wohnung und ein Problem: Wie soll ich Freunde finden? Ja, der Einstieg ins Studium ist kein Zuckerschlecken und die letzten zwei Jahre im Online-Universum haben nicht gerade dabei geholfen, den Start ins Uni-Leben leichter zu gestalten.

Wie also die Unbehaglichkeit abschütteln, wenn es darum geht, neue Leute kennenzulernen? Insbesondere, wenn du schüchtern bist?

Inhalt

Einfacher Start dank WG-Leben

Du möchtest von Anfang an mit neuen Leuten in Kontakt kommen? Dann ziehe zum Anfang am besten in eine WG.

Aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, dass es deine Ankunft deutlich erleichtern wird und vor allem für die Schüchternen unter uns eine großartige Gelegenheit ist, um schnell jemanden kennenzulernen. Egal ob 2 oder 7 weitere Personen, zumindest mit einer Person wirst du viben 😉

Gerade wenn du weiter wegziehst und keiner deiner Freunde mitkommt, hilft es eine Bezugsperson zum Semesterstart zu haben.

Und eine kleine Warnung am Rande: Das heißt nicht unbedingt, dass ihr dauerhaft befreundet bleibt. Ich habe Fälle gesehen, in denen es gut ging und selbst erlebt, dass man sich auch wieder auseinanderleben kann.

Für den Start ist es aber alle Male hilfreich.

Tipps für deine erste WG (oder eigene Wohnung) gibt es hier.

Auf in die Ersti-Welt

Die gute Einführungswoche: Die Zeit, in der du nicht nur alles Wichtige über die Uni und das nächste Semester erfährst, sondern auch schnell neue Leute kennenlernen kannst.  

An kaum einem anderen Ort wirst du so viele „Gleichgesinnte“ treffen wie auf den Ersti-Veranstaltungen.

Die Events sollen gerade dazu dienen, die Stadt, die Uni und andere Erstis kennenzulernen. Besonders leicht ist das Kontakteknüpfen bei, ich nenne es jetzt mal, außeruniversitären Aktivitäten, wie einer Stadtrallye oder den altbekannten Kneipentouren.

Und sollte Corona entscheiden, uns wieder Luft zum Atmen zu geben, dann sind die Ersti-Partys „the place to be“. Beim Anstehen in der Schlange werden sich sicher die ein oder anderen Gespräche ergeben.

Also auf ins Getümmel des Ersti-Universums.

Lieblingssport? Neue Kontakte gratis dazu

Persönlich habe ich die meisten Leute beim Unisport kennengelernt. Auch wenn ich eigentlich mit der Absicht hingegangen bin Volleyball zu spielen. 😉

Gerade Teamsportarten haben das wundervolle Extra, dass du neue Bekanntschaften gratis dazu erhältst. Wobei das natürlich genauso gut bei Einzelsportarten klappt. Hier kann nur teilweise der Mut zum Gesprächsbeginn erforderlich sein.

Also, suche dir einen Sportkurs aus, der dir Spaß macht (immerhin solltest du auch hingehen) und schaue was sich ergibt. Ich bin mir sicher, du wirst hier einige Freunde finden.

Clubralley, Hauspartys und Zufallsbekanntschaften

Club; Freunde finden; Studium

Musik, ausgelassene Stimmung und der ein oder andere Tropfen Alkohol sind nicht immer ein gutes Rezept. Wenn es aber darum geht neue Kontakte zu knüpfen, helfen sie dabei, die eigene Schüchternheit abzuschütteln.

Ich hatte schon das ein oder andere interessante Gespräch in der Clubschlange. Was sollte man auch sonst tun? Anstehen muss man sowieso und mit Unterhaltung wirkt die Wartezeit nur halb so lang.

Entspannter und leichter kannst du allerdings auf Hauspartys ins Gespräch kommen. Wenn du die Chance erhältst und zu einer eingeladen wirst, lautet mein Tipp: Go for it. Die Mutigen unter uns können es sogar mal wagen, allein auf der Party aufzukreuzen (Achtung: Bitte nur, wenn du weißt, dass die Leute „in Ordnung sind“). Für den Rest, die meisten haben kein Problem damit, wenn man Freunde mitbringt. Hier reicht oft die Nachfrage. 😉

Warum solltest du gerade auf diesen Tipp nicht verzichten? Nicht nur, weil du dein Studentenleben neben der Uni auch genießen solltest, sondern weil du hier am ehesten Zufallsbekanntschaften machen wirst. Manchmal reicht eine Person, um eine ganze Gruppe kennenzulernen. Selbst, wenn du am Ende mit anderen als der Ursprungsperson vibest.

Danke Internet – technische Möglichkeiten

Corona hat dafür gesorgt, dass viele für die Freundessuche vom realen Leben in die Virtualität gewechselt sind.

Ich rede hierbei nicht über den Versuch, über Plattformen wie Tinder Freunde zu finden. Das endet dann doch einmal zu oft ohne das erhoffte Ergebnis.

Vielmehr meine ich den Boom an Gruppenchats. Versuche als Ersti auf jeden Fall in die Gruppenchats zu kommen. Damit bleibst du zumindest auf dem Laufenden was Veranstaltungen angeht. Ob du am Ende hin gehst oder nicht, bleibt dir überlassen.

Ein anderer Trend, den ich ehrlich gesagt immer noch nicht durchschaut habe, ist das „random“ Anschreiben auf Social Media. Anscheinend soll das gut funktionieren. Persönlich kann ich dazu nichts sagen. Da habe den Einstieg einfach verpasst. 🤷🏼‍♀️

Freunde finden für Mutige

Für alle Extrovertierten unter uns noch ein Extra-Tipp. Spreche in den ersten Wochen einfach jemanden aus deiner Vorlesung an. Hast du Ags oder Seminargruppen, kannst du auch darauf ausweichen.

Ich habe oft genug gesehen, dass dieser Tipp ziemlich weit oben rankt. Aber sind wir ehrlich, nicht jeder von uns ist mutig genug, aus dem Nichts seinen Sitznachbarn anzusprechen.

Extra: Freunde finden im Online-Semester

Online statt Offline. Unser Leben ist dadurch ziemlich durcheinandergewirbelt worden. Und die Freunde-Suche hat es auch nicht erleichtert. Wie also damit umgehen, wenn Unisport, Vorlesungen und Clubs wegfallen?

Für mich haben sich in der Corona-Zeit die meisten neuen Freundschaften über andere ergeben. Das ist natürlich schwierig, wenn du gerade erst in der Stadt angekommen bist.

Hier hilft es beispielsweise in eine WG zu ziehen, mit „Stadtbekannten“. Solltet ihr euch gut verstehen, werden deine WG-Mitbewohner dich bestimmt zu den ein oder anderen Sachen mitnehmen.

Ansonsten: Nutze alle Internetmöglichkeiten! Wem langweilig ist, der könnte auch in einer Online-Vorlesung random einem Kommilitonen/einer Kommilitonin schreiben. Ist mir einmal aus Versehen passiert und hat zumindest zu einer interessanten Unterhaltung geführt.

Sobald es wieder wärmer ist, bietet es sich an, bei den Sportplätzen vorbeizuschauen. Ich gebe zu, es kostet einiges an Überwindung, aber wenn du erst einmal mitmachst, wirst du schnell den Kontakt zu den Leuten aufbauen.

So, jetzt einmal Klartext

Neu in einer Stadt anzukommen ist nie leicht und Freunden finden sich nicht von selbst. Also nutze die Möglichkeiten, die sich dir bieten und bei denen du dich immer noch wohlfühlst. Ja, man muss die eigene Wohlfühlzone verlassen, aber sich nicht gleich auf den Mond schießen. Am Ende solltest du einen Freundeskreis haben, in welchem du dich auch wohlfühlst. Also zwinge dich nicht dazu Leute kennenzulernen, bei denen du das Gefühl hast, dich verstellen zu müssen. Das raubt Zeit und wird dich am Ende nicht glücklich machen.

Und für alle Introvertierten: Versucht euch von einer extrovertierten Person „adoptieren“ zu lassen. Geht schneller als man denkt. 😉

Ich drücke allen die Daumen!

Bis dahin,

Pauline

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Kategorien: BlogUni-Alltag

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